SHOPPERZERIES 2.0 COMBO

Fakten

Konzept, Entwurf und Prototypenbau
Zeitraum
15.08.2009 - 31.08.2009

urbikon Verantwortliche
Kai Dolata, Lola Meyer, Michael Grzesiak, Sebastian Stiess,

Ausstellung VILNIUS COOP: gaps, fictions and practices
Litauens Hauptstadt Vilnius lässt sich beschreiben als eine zweigeteilte Stadt. Auf der einen Seite tritt der Turbo-Kapitalismus der Nachwendezeit deutlich zutage, auf der anderen Seite sind Strukturen, Gepflogenheiten und Netzwerke der „alten Zeit“ noch vorhanden.

Der wirtschaftliche Boom führte zu starken räumlichen und gesellschaftlichen Veränderungen - diese zeigen sich auch im Stadtbild: gläserne Bürotürme, Malls und Einkaufszonen entstanden binnen kürzester Zeit und charakterisieren heute weite Teile der Stadt. Neben der formellen Ökonomie findet man eine im Stadtbild sichtbare informelle Ökonomie, die aus Einzelindividuen besteht. Diese bieten Waren, oft handgemacht, oder Dienstleistungen an.


ShopperZeries 2.0 Combo

Unser Projektbeitrag zielt darauf ab, informelle Ökonomien im öffentlichen Raum zu fördern. Einige der Tätigkeiten, die derzeit im privaten Bereich ausgeführt werden, können auch im Straßenraum stattfinden. Je mehr Männer und Frauen ihre Klein- und Kleinstbetriebe in den öffentlichen Raum verlegen, desto wichtiger wird der öffentliche Raum als Ort des Handels, des Austausches und Verhandelns gesellschaftlicher Belange. Zudem würde der öffentliche Raum, derzeit stark geprägt durch eine räumliche Angleichung durch international agierende Firmen, wieder stärker an Individualität und persönlichem, regionalen Charakter gewinnen.

Die ShopperZeries 2.0 Combo besteht aus recycleten und umgebauten Einkaufswagen, die in Selbstbauweise so oder anders nachgebaut werden können. Für den Umbau werden nur rudimentäre handwerkliche Fähigkeiten und einfache Werkzeuge benötigt.

Bei Interesse kann bei uns eine Selbstbauanleitung bestellt werden.

 

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