VORESBY - MEINE STADT

Fakten

Strategie und Städtebaulicher Entwurf
Zeitraum
01.11.2006 - 12.01.2007

Kunde
Ny Carlsberg AG

Ort
Ny Carlsberg Brauerei Gelände, Kopenhagen
(auf Karte anzeigen)

urbikon Verantwortliche
Kai Dolata, Lola Meyer,

Kollaboration
Harald Noll, Claudia Sunder-Plassmann (transitraum)

Lageplan des Carslberg Areals mit neunen Wohn- und Nutzungsstrukturen

 

Gebäudetypologien der Reihenhäuser im Norden des Areals

 

Schema der Öffentlichkeiten

 

Gesamtstrategie für VORESBY

 

Carlsberg, die größte Brauerei Dänemarks, hat ihren Stammsitz nur wenige hundert Meter vom Zentrum Kopenhagens entfernt. Gegründet Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Gelände in den letzten knapp 200 Jahren immer wieder erweitert und ist heute aufgrund der Größe und Komplexität an seine Produktionsgrenzen gestoßen. Die Produktion wird ausgelagert und auf dem knapp 10 ha großen Firmengelände soll ein neuer Stadtteil entstehen. Unter "Meine Stadt" lobte Carlsberg 2007 einen Städtebaulichen Realisierungswettbewerb aus und bat die Teilnehmer um innovative Konzepte zur prozesshaften Entwicklung des Areals. 
 
Step one
Unser Beitrag stellt die prozesshafte und kontinuierliche Umgestaltung in den Vordergrund. Dabei sollte so früh wie möglich damit begonnen werden, das Areal bekannt zu machen und Bewohner der Stadt an dem Planungsprozess zu beteiligen. Bereits im Sommer 2007 könnten Teile des Areals öffentlich zugänglich gemacht werden. Schon heute brach liegende Flächen bieten genug Raum für Freizeitaktivitäten, die keine großen baulichen Eingriffe erfordern. Auch könnte Carlsberg seine sportbezogenen Marketingaktivitäten hier weiterentwickeln und mit Beach-Volleyball oder Tennis etc. belegen oder es könnten Konzerte und Sommerfeste stattfinden. Ein temporär errichtetes Containerhotel könnte mit seinem Betten-Kontingent sowohl internationale Gästeerwartungen der Sport-Veranstaltungen als auch potentieller Baustellentouristen abdecken.

Bauphasen
Für Planung und Bau wird das gesamte Areal in mehrere Abschnitte unterteilt, die sich unabhängig voneinander entwickeln können. Entwurf und Ausführung kann so in den nächsten 10 bis 15 Jahren neben gleichzeitiger Weiter- bzw. Umnutzung stattfinden. Ihre jeweiligen Größen sind wirtschaftlich und entwicklungsstrategisch definiert. Einzelne Abschnitte können als separate Realisierungswettbewerbe ausgeschrieben werden, während andere vor Ort beplant oder noch durch Zwischennutzungen bespielt werden. 

Timeframes
Zwischennutzung ist vor allem an den Stellen geplant, an denen großflächig Freiräume und Gebäude durch die wegziehende Produktion frei werden, denn in der Überlagerung obsoleter Funktionsräume mit neuen Funktionen steckt ein hohes kreatives Nutzungspotential. Koordiniert werden alle temporären Nutzungen durch eine zu gründende Betreibergesellschaft, deren Aufgabe in der Kuration vorgeschlagener räumlicher und zeitlicher Inhalte liegt. Auf diese Weise wird das Gelände vielschichtig entwickelt und so kann ein "lebendiger", das heisst gewachsener Stadtteil entstehen. 
 

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