ANDERES-DRESDEN.DE

Fakten

Idee; konzept, Durcharbeitung und Kommunikation des alternativen Stadtentwicklungsmodells
Zeitraum
01.07.2000 - 25.09.2001

urbikon Verantwortliche
Kai Dolata, Michael Grzesiak, Sebastian Stiess,

 

Projektübersicht

 

Ortsübersicht

 

"anderes Dresden" ist ein alternatives Stadtentwicklungsmodell, das bestehende Potentiale und Defizite der Stadt gegenüberstellt und daraus versucht Projekte zu entwickeln.

www.anderes-dresden.de

Vor dem Hintergrund aktueller Stadtentwicklungs- und Stadttheorien und der neuen Sufgabe, mit Schrumpfungsprozessen umgehen zu lernen, stellt diese Arbeit eine Strategie zur Diskussion, wie aus einem interdisziplinären Verständnis von Architektur, Planung, Marketing und Menschen Prozesse in Gang gebracht werden können, die Stadtentwicklung generieren und die Dresden als Stadt attraktiver werden lässt.

Dresden überaltert

Die Entwicklung und Nutzung stadträumlicher Qualitäten ist an Menschen gebunden, an ihre geistige, kulturelle und gesellschaftliche Energie, ihre Ideen und ihre Wirtschaftskraft. Dresdens Bevölkerung ist seit der Wende bis zum jahr 2000 von 510000 auf 475000 Menschen geschrumpft, die Einwohnerdichte hat sich dadurch verdünnt.

Solange die Bevölkerungszahl Dresdens weiter sinkt oder stagniert, werden die Handlungsmöglichkeiten für die Stadtentwicklung abnehmen. Für Gesamt-Deutschland ist für 2050 ein Bevölkerungsrückgang von heute 82 Mio. auf 65 Mio. Einwohner prognostiziert. Durch die ausbleibenden Geburtenzahlen nimmt der Altenanteil zu. Diese Entwicklung wird in Ostdeutschland durch den Fortzug jüngerer Menschen verstärkt.

Dresden wird sich beim Wettbewerb um jungen Menschen positionieren müssen, denn vor allem junge Menschen sind entscheidend für Stadt- und Wirtschaftsentwicklung. Einen großen Teil der jüngeren Bevölkerung Dresdens zwischen 20 und 35 Jahren bilden die Studenten. Viele von ihnen verlassen nach dem Studium die Stadt, die dadurch bedeutendes Humankapital verliert.

Ziel einer Bevölkerungs- und damit Stadtentwicklung sollte es daher sein, Dresdner zu halten und Menschen von auswärts zu werben. Eine Stadt kann die Bevölkerungsentwicklung nur schwer beeinflussen. Dresden wird daher lernen müssen mit den Vor- und Nachteilen einer "verdünnten" Stadt umzugehen.

Deshalb braucht Dresden zu den bisher erarbeiteten Wachstumsmodellen alternative Stadtentwicklungsstrategien, die eine qualitative Entwicklung auch ohne Wachstum ermöglichen.

 

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