JENA LOBEDA - GANZ WEIT DRAUßEN

Fakten

Betreuung des studentischen Projektes
Zeitraum
01.04.2007 - 10.08.2007

Kunde
Universität Kassel FB ASL

urbikon Verantwortliche
Kai Dolata,

Kollaboration
Prof. Uwe Altrock, Christian Hübner, Natascha Knizelis, Christiane Kornhaß, Pascal Merker, Nicolai Sieber, Jan Stöfer, Bastian Wahler

Wenn man Jena von der A4 aus erreichen will ist das erste Bild, welches sich dem Betrachter bietet das einer monotonen, hochgeschossigen Plattenbausiedlung des Stadtteils Jena Lobeda. Einem nicht ortskundigen Betrachter dieses beeindruckenden Ensembles aus den 60er und 70er Jahren wird ein Bezug zur Gesamtstadt Jena und den damit verbundenen negativen Assoziationen nicht verwehrt bleiben.

Fast gegensätzlich erscheint Jena in der Außendarstellung. Hier profiliert sich Jena als Universitäts-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort mit einer Altstadt in historisch erhaltenen Straßenzügen. Jena gehört mit seinen 25.000 Studenten zu den im Altersdurchschnitt jüngsten Städten Deutschlands und bietet ein breites Angebot an Kultur und Freizeiteinrichtungen.

Die oft am Rande des eigentlichen Stadtkerns liegenden Siedlungen kämpfen fast alle mit den gleichen Problemen. Bauliche und freiraumgestalterische Defizite, soziale Missstände und ein mangelndes Angebot an Einrichtungen sind schnell erkennbar. Die Problematik verläuft auf vielschichtigen Ebenen.

Zu Einstieg steht die intensive Auseinandersetzung mit den Themen Stadterneuerung und Stadtumbau. Hierbei sollen mehrere Fallbeispiele recherchiert, analysiert und diskutiert werden. Parallel wird eine Analysephase der Gesamtstadt Jena mit Fokusierung auf den Stadtteil Jena Lobeda durchgeführt.

Im zweiten Teil des Projekts steht die nähere Auseinandersetzung mit dem Beispiel Jena Lobeda im Mittelpunkt. Mit Hilfe von Workshops setzen wir uns gezielt mit konkret formulierten Faktoren, Strukturen und Interventionsmöglichkeiten im Sinne einer Stadterneuerung auseinander. Ziel ist nicht, schon bestehende Strategien zu testen oder zu bewerten. Vielmehr soll eine freiere Auseinandersetzung mit Großsiedlungen und ihrer Problematik erreicht werden. Dabei sollen Ergebnisse in einer noch zu bestimmenden Form erarbeitet werden (z.B. startegische Maßnahmen, Entwicklungsszenarien, bauliche Eingriffe, etc.).

Folgenden Fragestellungen stehen im Mittelpunkt des Projekts:

  • Ist Rückbau wirklich die einzige Lösung?
  • Was sind die Faktoren die dazu führen, dass Plattenbausiedlungen oftmals einem schlechten Image anhaftet und welche dieser Faktoren muss man modifizieren um ein Aufwertung herbeizuführen?
  • Wie ist die Beziehung einer Großsiedlung im gesamtstädtischen Kontext ?

Ein Projekt im Hauptstudium des Fachbereichs 6 Architektur Stadtplanung Landschaftsplanung der Universität Kassel
Betreuung: Prof. Uwe Altrock, Dipl.-Ing. Kai Dolata, Dipl.-Ing. Anke Kaschlik
Fachgebiet Stadterneuerung | Stadtumbau
Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung

 

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