L.O.T.S. OFF SPACE - FILMBEITRAG

Fakten

Konzept zu Zwischennutzung im Leerstand für den Ideenwettbewerb "Shrinking Cities", Drehbuch, Schnitt, Regie für Kurzfilm
Zeitraum
02.07.2004 - 04.08.2004

urbikon Verantwortliche
Kai Dolata, Michael Grzesiak, Sebastian Stiess,

Basierend auf unserem Stadtverständnis und unserer Vorstellung von Stadtentwicklung sehen wir vor, ungenutzte Nischen zu besetzen, die auf dem freien Markt nicht mehr angeboten werden, mit dem Ziel, Qualitäten für Bewohner und Nutzer der Stadt zu fördern und durch die Gründung einer Dienstleistung das ökonomische Gefüge zu erweitern.

Im Fokus des Projekts steht die Summe der Freiräume und Freiflächen in Leipzig und nicht die einzelne Brache. Diese Summe ist nur solange eine wirkliche Qualität für eine Stadt, solange sie sich den Luxus an Mehrkosten auch leisten kann. Doch die Flächen können aufgrund fehlender Investitionsrückläufe dauerhaft weder beplant, noch gepflegt und kontrolliert werden. Daher sind diese Nischen zum Teil schon - im mentalen Sinn - abgeschriebene Objekte, denen keine positive Entwicklung nachgesagt wird. Kann man ein Investitionsrisiko minimieren, bzw eine aktive Fortführung des Status quo forcieren, gelingt es - unserer Meinung nach -, ein breiteres Verständis für die derzeitige Situation und Entwicklung für die Zukunft zu generieren.

Hier greifen wir ein: unser Projekt bietet ein Instrument der Zusammenführung von Grundstückseignern und potentiellen Nutzern, das über die marktübliche Maklerarbeit hinaus geht. Ein Pool von Informationen zu Standort, Lage, Potentialen und Eigentümern wird verglichen mit Nutzungsideen und Finanzierungsmodellen. Aus dem Pool werden zwischen Nutzer und Eigner vorgefertigte Nutzungsverträge temporär vermittelt. Hier bedeutet temporär eine zeitliche Anpassung an die jeweilige Nutzungsform, d.h. von 1 Stunde bis zu 1 Jahrzehnt und mehr kann dabei alles eintreten.

Information und ihre Zugänglichkeit spielen hierbei eine große Rolle für die städtische Entwicklung. So gelingt es LOTS, durch das Zusammentragen, zur Verfügung Stellen und das Zusammenbringen von verschiedenen Informationen in einer Datenbank, Stadträume zu entwickeln. Die eigentliche Entwicklung soll aber durch die Bewohner, bzw. Nutzer selbst geschehen. Dabei entfallen Planungs-, Gestaltungs-, Realisierungs- und Wartungskosten und entstehen Verantwortlichkeitsbereiche, Ortsbindung, Identifikation mit dem Ort und soziale Kontrolle.

 

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