POSTMODERNE

Fakten

kollaborative Konzeption, Planung und Durchführung der Veranstaltung
Zeitraum
08.07.2003, 20:00 - 08.07.2003, 22:00

urbikon Verantwortliche
Kai Dolata, Michael Grzesiak,

"Ja zur Kirche! Daneben die Fassade vom Café Felsche wieder aufbauen. Gegenüber das Hotel Mercure weg. … Über die Hauptpost reden wir später!" ( LVZ 30. Januar 2003, Leserstimme zum Wiederaufbau der Paulinerkirche von G. Blöhbaum, Leipzig) --- Die einstigen Symbole für Aufbruch und Fortschritt haben scheinbar ausgedient: Hotel Stadt Leipzig, Leipzig-Information am Sachsenplatz, Messeamt am Markt, Brühlbrücke und Brühlbebauung sind nur eine kleine Auswahl von verschwundenen oder vom Abriss bedrohten Zeitzeugen der "Sozialistischen Moderne" in Leipzig. --- Die Stadt des 21. Jahrhunderts ist für eine große Mehrheit der Gesellschaft offensichtlich noch immer mit einer Formensprache verbunden, deren Wurzeln im ausgehenden 19. Jahrhundert liegen; ein ungelöstes Paradoxon unserer Zeit. --- Auch der Megatrend der Leipziger Stadtentwicklungspolitik der 1990er Jahre war begleitet von einem idealisierten gründerzeitlichen Stadtbild, das in der vorgestellten Reinstform nur an wenigen Orten gegeben ist. Das reale Bild der Stadt ist dagegen längst eine Collage aus verschiedensten Zeitschichten mit merkwürdigen und spannungsvollen Brüchen.

Die Ausstellung und das Gespräch gehen der Frage nach, welche Rolle die "Sozialistische Moderne" im Stadtbild und der Stadtgesellschaft von Leipzig spielt oder spielen kann.

 

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