REISE IN DEN RAUM - REGIOPOLE KASSEL

Fakten

Organisation der Tages-Exkursion an der Universität Kassel
Zeitraum
27.06.2007, 17:30 - 27.06.2007, 20:00

Ort
Kassel / Baunatal

urbikon Verantwortliche
Kai Dolata,

Kollaboration
Prof. Dr.-Ing. Iris Reuther, Prof. Dr. Jürgen Aring, Fabian Schäfer

Documenta in Kassel heißt immer auch "Neues entdecken" und "Bekanntes Neu sehen". In diesem Sinne soll auch die "Reise in den Raum" des FG Stadt- und Regionalplanung als Projekt der asl-dokumenta-Woche dazu dienen, etwas zu entdecken oder neu zusehen.

"Die Stadt ist die Region" lautet ein geflügelter Satz der Stadt- und Regionalplanung. Und etwas weniger plakativ wird von der "engen Verflechtung zwischen Stadt und Umland" gesprochen. Der Augenschein ist jedoch oft anders: Von der Mitte zum Rand der Stadt verändert sich das städtische Weichbild – von kompakt zu aufgelockert, von einem urbanen zu einem suburbanen Städtetypus. Dahinter aber beginnt der Raum der Wiesen, Felder und Wälder, durchsetzt von kleinen Orten und Städten, durchzogen von Autobahnen, Landstraßen und Bahnstrecken – dem Augenschein nach ein ländlicher Raum. Doch man weiß: Die Landwirtschaft ist nur optisch dominierend. Die Bevölkerung des scheinbar ländlichen Raumes ist "urbanisiert" im Hinblick auf Konsumgewohnheiten, Bildungsperspektiven, Gesundheitsversorgung und Arbeitsmarktorientierung. Die alltäglichen Lebenszusammenhänge einer Vielzahl von Menschen im ländlichen Raum sind auf vielfältige Weise mit den größeren Städten verflochten. Die große Stadt gilt als Kraftzentrum für den Raum. Eine Herzensbeziehung ist das Verhältnis zwischen Stadt und Region im Allgemeinen trotzdem nicht. Vorurteile, Ökonomische und politische Konkurrenzen, Sorgen vor Übervorteilung, historisch gewachsene Identitäten und anderes mehr prägen das Verhalten der Akteure. Unter der Oberfläche des Weichbildes einer Region gibt es also vielfältige Kraftlinien und Grenzen, die das Gefüge einer Region nachhaltig prägen.

Die "Reise in den Raum" soll unterschiedlichen "Layer", aus denen sich eine Region konstituiert, sichtbar machen. Sie soll zeigen, welche Kraftlinien und Grenzen sich unter der Oberfläche des sichtbaren Erscheinungsbildes verbergen. Wo ist im Raum die Regiopole Kassel spürbar oder erlebbar? Wo wirken unsichtbare Grenzen? Aber auch: Wo sind Moderne, Urbanität und Globalisierung längst in der Region verankert und stützen damit die Großstadt?

Die „Reise in den Raum" beginnt am Mittwoch, dem 27.06.2007 um 17:30 Uhr mit einer kurzen Einführung im Forum K10. Danach geht es mit dem Bus "in den Raum" auf Entdeckungsfahrt durch die Regiopole Kassel und den südlichen Regiopolenraum.

Kleine Überraschung inklusive.

 

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