ARCHITEKTUR ALS WISSENSCHAFT?

Fakten

24.11.2010, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Ort

Georg Simmel Zentrum für Metropolenforschung
Mohrenstr. 40-41, 10099 Berlin, Raum 418
Anmeldung unter
graduates@gsz.hu-berlin.de

Veranstalter

Graduate Studies Group des Georg Simmel Zentrum für Metropolenforschung


urbikon verantwortlich
Jan Bovelet,

mit

Prof. Susanne Hauser, UdK Berlin
Junior-Prof. Dr. Joerg Noennig, TU Dresden
Dipl.Ing. Martin Schwegmann

Plakat

 

Foto: Heike Oevermann

 

Auftaktvortrag zur "Grenzgänger" Workshop-Reihe des Georg-Simmel-Zentrum

Architektur als Wissenschaft?

Eine ganze Zeit lang wurde die Frage debattiert, ob Architektur mit wissenschaftlichen Methoden betrieben werden kann und sollte. Im Verlauf dieser Debatten hat die Architektur gelernt, sich im Kleid der Wissenschaftlichkeit [Beispiel: quantitative Recherche in Entwurfsseminaren im curriculum des Studiengangs Architektur und (unkritisches) parametrisches Entwerfen] zu präsentieren, während die Wissenschaft - paradoxer Weise - in diesem Zeitraum vermehrt die architektonischen Aspekte ihrer Methodiken, Instrumente und Arbeitsweisen entdeckte [Beispiele: die räumliche Interpretation von bildgebenden Verfahren in den Naturwissenschaften und der Entwurfsaspekt in der Theoriebildung]. Was bedeutet das für das Selbstverständnis von Architektur und Wissenschaft?

(a) Kursorische Rekonstruktion von Unterscheidungslinien zwischen Wissenschaft und Kunst im architektonischen Diskurs: ‚Wissenschaftliche Architektur‘ im Unterschied zu welchen anderen Arten von Architektur?
(b) Kurzer Überblick: Welche Strategien gab/gibt es, die Architektur als Wissenschaft zu betreiben? Gibt es dabei Unterschiede was Theorie und Praxis der Architektur angeht?
(c) Gibt es Methoden/Instrumente in der Architektur, die sich gegen die Einordnung in entweder Kunst oder Wissenschaft sperren? Wie kann man sich mit diesen reflexiv auseinandersetzen und wie könnte sich Architektur als Disziplin für die Zukunft aufstellen?

 

Grenzgänger-Reihe der Graduate Studies Group am Georg-Simmel-Zentrum

Das Georg-Simmel-Zentrum startet im kommenden Herbst eine interdisziplinäre Reihe von Workshops zur Diskussion aktueller Themen im Kreise der Stadtforschung.

Die Veranstaltungen sind dazu gedacht, eine Austauschplattform über disziplinäre und institutionelle Grenzen hinweg zur Verfügung zu stellen. Es soll damit ermöglicht werden, auf die Berührungspunkte einzugehen, die zwischen den unterschiedlichen Perspektiven/Disziplinen in der Stadtforschung bestehen. Zu den Themen der Reihe gehören sowohl praxisorientierte sowie auch theoretisch fundierte Fragestellungen (provokant, konkret und allgemein verständlich formuliert). Neben einer key note speech (15. min) wird eine Diskussion mit 2-3 eingeladen Gästen und den Teilnehmern die Veranstaltung prägen.

In und außerhalb Berlins befassen sich bereits zahlreiche Wissenschaftler an unterschiedlichen Einrichtungen in Berlin mit Fragestellungen, die den urbanen Kontext betreffen, jedoch ist deren Vernetzung und Anbindung zu anderen Fachmilieus derzeit eher gering. „Grenzgänger" zielt auf eine bessere Vernetzung und Kompetenzbündelung von Stadtforschern.

Um einen intensiven Austausch der Teilnehmer zu ermöglichen wird die Teilnehmerzahl der Veranstaltung auf zwanzig Personen begrenzt. Genauere Angaben zum Veranstaltungsort, Zeitpunkt und Inhalt der einzelnen Sitzungen werden noch bekanntgegeben.

erste Termine und Themen

  • 24.11.2010: Architektur als Wissenschaft? (Jan Bovelet, Prof. Susanne Hauser, Prof. Jörg-Rainer Noennig, Moderation: Martin Schwegmann)
  • 26.1.2011: Wer macht Geschichte? (Andrea M. Torres und Heike Oevermann)
  • 23.3.2011: Nachhaltigkeit: Nur ein [popu]leeres Wort? (Mary Dellenbaugh)
  • 25.5.2011: Klimawandel und Städte: Opfer oder Raumlaboratore für Klimaschutz und Klimaanpassung? (Lutz Meyer und Fritz Reusswig)
  • 6.7.2011: „Urbanität" [Konstanze Noack ?]
 

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